Diese 5 Sätze werden oft mit Empathie verwechselt

Was Empathie nicht ist

Was Empathie nicht ist, wenn du bspw. einem Freund mit einem gewissen Problem folgende Aussagen entgegenbringst:

  1. Kopf hoch, das wird schon wieder!
    Übersetzt bedeutet das: Jetzt tu Mal nicht so. So schlimm ist das doch nicht. Es ist somit das Gegenteil von Empathie.
  1. Also ich hab das ganz anders empfunden.
    Du erzählst also von dir selbst und bist somit nicht mehr beim Gegenüber.
  1. Das kann ich gut verstehen, ich kenne das auch, nämlich damals als das und das passiert ist.
    Auch hier: Du erzählst von dir selbst und bist nicht beim anderen. Dennoch drückst du dein Verständnis aus und sagst: Du bist damit nicht allein. Es ist gut gemeint, aber für unsere Definition keine Empathie.
  1. Das hab ich dir doch schon gesagt, dass das so ist.
    Das ist schön, dass du es schon vorher besser wusstest, aber davon hat dein Freund auch nichts. 😉
  1. Da musst du dich echt Mal mehr durchsetzen.
    Lösungen anzubieten, wo keine angefragt wurden, ist ziemlich von oben herab, auch wenn es gut gemeint ist. In diesem Beispiel macht es den anderen klein, weil es aussagt: Du bist zu angepasst und das ist nicht gut. Dahinter versteckt sich also eine Bewertung.

Wie geht Empathie dann?

Wenn du empathisch sein möchtest, gibst du also weder Lösungsempfehlungen noch Ratschläge. Du möchtest ergründen, wieso dein Gesprächspartner so gehandelt hat, wie er es getan hat und was ihn bewegt. Du versuchst seine Position und Perspektive nachzuempfinden. Das muss nicht bedeuten, dass du seine Einstellung teilst. Du kannst eine andere Meinung haben. 

Du fragst also stattdessen, nach Gefühlen und Bedürfnissen deines Gegenübers:

  • Wie geht’s dir jetzt nach diesem Erlebnis?
  • Da warst du bestimmt richtig sauer, oder?
  • Was hättest du dir stattdessen gewünscht?
  • Das klingt für mich, als ob du…

Probier es doch Mal aus.