Warum du nicht vorankommst und was dir dabei helfen kann

Du wünschst dir etwas Bestimmtes umzusetzen, aber machst es einfach nicht? Du verstehst nicht, was mit dir los ist, weil du dir so viel Gutes und Positives davon versprichst, wenn du dein Ziel erreicht hast? Aber irgendwas lässt dich stehen bleiben.

Es gibt Teile in dir, die dich blockieren

Wenn du eine Sache tun willst, aber eine andere machst, ist das ein Signal dafür, dass du einen inneren Konflikt austrägst und nicht alle Teile in dir in dieselbe Richtung wollen. “Was? Meine Teile?”, fragst du jetzt? Das soll natürlich nicht bedeuten, dass du an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidest. Sicher hast du schon Mal was von dem Vergleich mit Engelchen und Teufelchen gehört. Das geht in dieselbe Richtung, nur dass es oft mehr als zwei unterschiedliche Ansichten geben kann, wenn wir dabei sind Entscheidungen zu treffen.

Das kritische daran ist, dass wir diese vielen Stimmen oftmals nicht bewusst wahrnehmen. Da gibt es lautere und leisere. Teile, die miteinander und Teile, die gegeneinander arbeiten. Wenn du nun etwas willst, aber es nicht machst, hat ein Teil von dir das Ruder übernommen und steuert dich in eine “falsche” Richtung. Man sagt: Teile, die unerhört bleiben, fangen an sich unerhört zu benehmen.

Finde die Teile, die dich nicht vorankommen lassen

Nehmen wir ein Beispiel:

Frau Muster hat sich vor einiger Zeit selbstständig gemacht, weil sie aus dem Hamsterrad auszusteigen und mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben einrichten will. Normalerweise ist sie optimistisch und zielstrebig und hat bereits einige Fortschritte erzielt. Doch seit geraumer Zeit steckt sie in einem körperlichen und emotionalen Tief. Das macht sie immer gereizter, was ihr Umfeld zu spüren bekommt. Sie hat keine Lust Lösungen zu finden, ist demotiviert und lustlos. Ihr geht alles zu langsam und sie sieht keine Möglichkeiten. Das “Feststecken” geht an ihre Kräfte. Sie sehnt sich danach, wieder mühelos Erfolge zu erzielen. Insgeheim wünscht sie sich, dass jemand kommt, der ihr sagt, was sie tun soll und dafür sorgt, dass sie es auch umsetzt.

Wer ist da also alles am Start?

  1. Offensichtliche (laute) Teile
    1. Der bewertende Teil: Das geht mir hier alles viel zu langsam. Das muss doch schneller gehen. 
    2. Der jammernde, hilflose, überforderte Teil: Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich sehe keine Möglichkeiten und bin kraftlos. Kann bitte jemand kommen und das für mich regeln?
    3. Der bockige, trotzige Teil: Ich hab einfach keine Lust Lösungen zu finden. Lasst mich alle in Ruhe. Mir reißt der Geduldsfaden, weil ich so genervt bin und gebe pampige Antworten.
    4. Der Visionär & Kämpfer: Ich habe ein Bild meiner Zukunft vor Augen, das ich unbedingt erreichen möchte.
  2. (leise) Teile, die im Hintergrund da sein könnten
    1. Ein überfürsorglicher Teil: Du bist entkräftet. Wir müssen uns auch Mal um uns kümmern. Mach mal ne Pause.
    2. Ein zweifelnder Teil: Werde ich meinen Traumleben überhaupt jemals erreichen?

Du entscheidest, wo es lang geht

Konntest du Teile aus dem Beispiel bei dir wiedererkennen? Wie stehst du zu ihnen? Welchen Meinungen kannst du etwas abgewinnen? Wenn du dich und dein Problem jetzt wirklich ernst nimmst, das Ruder also wieder in die eigenen Hände nimmst, wie denkst du dann darüber?

Es ist ein gutes Stück Achtsamkeit und Feingespür notwendig, alle Teile aufzuspüren. Aber vielleicht hast du für dich auch mit diesem Beispiel etwas erkannt. Schreib es mir gern in die Kommentare.

Unsere blinden Flecken sehen wir selbst meist nicht. Wenn du Lust auf persönliche Weiterentwicklung hast, melde dich gleich zu einem kostenlosen Vorgespräch mit mir an.